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#54: Meine Lehre am Prüfstand – so gelingt die Evaluierung
Montag, 18. Mai 2026

Montagsbrief - der Newsletter für Lehrende

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Lehrende!

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Lehre an der Universität Graz. Die Weiterentwicklung der Lehre an unserer Universität lebt vom Engagement, der Innovationsfreude und der Offenheit aller Lehrenden. Gerade in Zeiten des Wandels, in denen sich unser gemeinsames Arbeitsfeld dynamisch und vielfältig verändert und wir wichtige Weichen für die Zukunft unserer Gesellschaft stellen, ist ihr Beitrag wertvoll und wichtig. Damit Sie in all diesen Entwicklungen gut informiert sind, finden Sie im aktuellen Montagsbrief vielfältige Neuigkeiten, Anregungen und Unterstützungsangebote. Die Montagsbriefe sind nun auch über die Plattform YOUknow abrufbar.

Der Montagsbrief dieser Woche widmet sich den folgenden Themen:

  • Didaktischer Tipp: Studierende in Großlehrveranstaltungen aktivieren

  • Einrichtung: School of Education

  • Update: Curricula Überarbeitung Lehramtsstudien

  • Im Fokus: Zukunft der Bildung „Future Education“

  • Update: Umstellung auf eduExaminer

  • LV-Evaluierung: Jetzt planen und viel rausholen

  • Neu: Regelmäßige Schreibwerkstatt für Lehrende

  • Lehrprojekte: Lehre strukturiert weiterentwickeln und präsentieren

  • Lerntage Juni 2026: Unterstützung für Studierende bei kritischen Prüfungen

  • AI in Teaching and Learning: Webinaraufzeichnungen verfügbar

  • Digitale Lehrkompetenz zertifiziert weiterentwickeln: Vier Freiplätze

  • OER-Tipp des Monats: Kombinieren von freien Bildungsmaterialien

  • Hochschuldidaktische Weiterbildungsangebote im Mai und Juni


Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Woche und danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement in der Lehre!

Mit freundlichen Grüßen

Catherine Walter-Laager
Vizerektorin für Studium und Lehre
Studiendirektorin

Didaktischer Tipp: Studierende in Großlehrveranstaltungen aktivieren

In großen Lehrveranstaltungen beteiligen sich oft nur wenige Studierende aktiv, viele bleiben in einer rein rezeptiven Rolle. Audience-Response-Systeme (ARS) wie Particify können das ändern: Studierende beantworten Fragen, nehmen an Abstimmungen teil oder geben Feedback, anonym und in Echtzeit über ihr Smartphone. Die Hemmschwelle, sich einzubringen, sinkt dadurch deutlich, und Lehrende erhalten unmittelbar einen Eindruck vom Wissensstand im Hörsaal. Particify lässt sich vielfältig einsetzen: als kurze Wissensabfrage zu Beginn einer Einheit, als Verständnischeck nach einem Inputblock oder als Impuls für eine anschließende Diskussion. Besonders wirkungsvoll ist die Kombination mit der Methode Think-Pair-Share: Studierende antworten zunächst individuell auf eine Frage in Particify, diskutieren ihre Antworten dann kurz mit ihren Sitznachbar:innen und stimmen anschließend erneut ab. So wird sichtbar, wie sich das Verständnis durch den Austausch verändert. Die Universität Graz stellt allen Lehrenden eine eigene Particify-Instanz zur Verfügung. Anleitungen, Einsatzszenarien und Hilfestellungen finden Sie auf der entsprechenden Informationsseite des ZDLL.

Einrichtung: School of Education

Die Universität Graz trägt rund 74 Prozent der Lehrleistung am Standort und stellt etwa 70 Prozent der Lehramtsstudierenden im Entwicklungsverbund Süd-Ost. Zur Stärkung und Sichtbarmachung dieser Rolle wird eine School of Education eingerichtet, die einen Rahmen schafft, in dem Forscher:innen und Lehrende aus Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften noch enger zusammenwirken und strukturell eingebunden werden können. Selina Fink wirkt als Verbindungsglied (Stabstelle für Lehrerbildung) im Vizerektorat für Studium und Lehre wieder mit voller Kraft mit. Das aktuelle Konzept zur School of Education steht Ihnen auf der Moodle-Austauschplattform Lehramt2GO zur Verfügung. Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Perspektiven und Anregungen bis zum 1. Juni 2026 einzubringen! Sollten Sie eine Zugriffsberechtigung benötigen, wenden Sie sich bitte an: zfp@uni-graz.at.

Update: Curricula Überarbeitung Lehramtsstudien

Für Studierende im Lehramtsstudium gibt es eine FAQ-Seite mit Informationen zum Umstieg in die neuen Curricula. Vorbehaltlich der Genehmigung der Curricula sind ab 29. Juni weitere Infoformate für Studierende geplant. Weisen Sie Studierende bitte gerne auf diese Informationsmöglichkeiten hin und ermutigen Sie dazu Prüfungen wie geplant abzulegen, auch ohne die Äquivalenzlisten zu den neuen Curricula zu kennen. Für jene, die sich dazu entscheiden in die neuen Curricula zu wechseln, ist ein rascher Noteneintrag Ihrerseits eine große Unterstützung.

Im Fokus: Zukunft der Bildung „Future Education“

Mit April 2026 wurde FUTURE EDUCATION als offizielles Forschungsnetzwerk an der Universität Graz eingerichtet. Ziel des Netzwerks ist es, einen interdisziplinären Austausch im Bereich zukunftsorientierter Bildung zu fördern und die Forschung der Universität Graz in diesem Bereich sichtbar zu machen. Das Netzwerk bietet zahlreiche Formate für den interdisziplinären Diskurs und einen strukturellen Rahmen, in dem Forscher:innen aus den Bildungs- und Erziehungswissenschaften, der Psychologie und den Fachdidaktiken zusammenarbeiten, Synergien nutzen und gemeinsame Forschungsinitiativen entwickeln können. Interessierte Kolleg:innen sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen und die Entwicklung des Netzwerks mitzugestalten. Wenden Sie sich bei Interesse gerne an das FUTURE EDUCATION-Team. Weitere Informationen zum Forschungsnetzwerk und zu den verschiedenen Formaten stehen am FUTURE EDUCATION-Portal zur Verfügung.

Update: Umstellung auf eduExaminer

Der Umstieg auf die neue Prüfungssoftware eduExaminer ist in vollem Gange. Bedienstete werden weiterhin durch Workshops und individuelle Unterstützungsangebote begleitet. Wie angekündigt, werden auch eigene Workshoptermine für Lehrveranstaltungen, die Teil des flExam-Projekts sind, angeboten. Diese sind jederzeit buchbar und an die zeitlichen Rahmenbedingungen von flExam angepasst. Als inhaltliche Ergänzung steht in YOUknow auf der Mitarbeiter:innenplattform uniYOU der Eintrag Digital prüfen zur Verfügung. Dort sind zentrale Informationen rund um digitale Prüfungen an der Universität gebündelt auf einen Blick zu finden. Über den YOUknow-Eintrag ist zudem eine Demo in eduExaminer zugänglich. Diese führt entlang der gesamten Journey digitaler Prüfungen an der Universität und vermittelt darüber hinaus didaktische Hinweise zur Gestaltung digitaler Prüfungen sowie einzelner Prüfungsfragen.

LV-Evaluierung: Jetzt planen und viel rausholen

Im Juni haben Sie die Möglichkeit, ihre absolvierten Lehrveranstaltungen einer Evaluierung zu unterziehen. Diese gesetzlich vorgeschriebene LV-Evaluierung kann Lehrenden nützliche Rückmeldungen für die Planung des nächsten Studienjahres liefern. Insbesondere die Antworten auf die offenen Fragen des standardisierten, kurzen Fragebogens empfinden Lehrende als hilfreich. Der Fragenbogen kann außerdem eigenständig ergänzt werden.

Die Nützlichkeit steht und fällt mit der Rücklaufquote. Was können Sie tun, um ausreichend Rückmeldungen zu erhalten?

  1. Bereiten Sie Studierende auf die LV-Evaluierung vor, kündigen Sie sie an, am besten mündlich in der LV-Einheit, im Seminarplan, auf Moodle etc.

  2. Erläutern Sie den Studierenden, warum Ihnen ihre Beteiligung wichtig ist und was Sie mit den Rückmeldungen machen – z. B. Planung, Überarbeitung des nächsten Semesters etc.

  3. Geben Sie den Studierenden in der letzten LV-Einheit zehn Minuten Zeit, um die Online-Evaluierung auszufüllen. Unsere Erfahrungen aus den letzten Semestern zeigen, dass die Rückläufe dadurch stark zunehmen.

 

Lehrende können den Start der LV-Evaluierung selbst festlegen. Wenn keine Aktion gesetzt wird, startet sie automatisch am 7. Juni. Im Sommersemester 2026 werden Lehrveranstaltungen der REWI-, SOWI-, NAWI-Fakultät und Lehrveranstaltungen überfakultärer Einrichtungen pflichtmäßig evaluiert. Darüber hinaus haben alle Lehrenden die Möglichkeit, freiwillig zu evaluieren. Checken Sie bei Fragen die Informationen auf YOUknow oder im Themenladen Lehre.

Neu: Regelmäßige Schreibwerkstatt für Lehrende

Allen Lehrenden, die Projekte mit Lehrbezug voranbringen wollen, bieten das Schreibzentrum und ZLK ab sofort mit der Schreibwerkstatt für Lehrende Raum und Gelegenheit dazu. In einer ruhigen Schreibumgebung, zu regelmäßigen Schreibzeiten, in hybrider Form und in Anwesenheit anderer Lehrender kann an Projekten mit Lehrbezug gearbeitet werden: zum Beispiel an Feedback auf studentische Produkte, LV-Konzepten, Lehr-Lernmaterial, Syllabi, Betreuungskonzepten u.v.m. Die Schreibwerkstatt ist anmeldepflichtig, findet online (Zoom) und vor Ort im Schreibzentrum oder ZLK alternierend donnerstagnachmittags bzw. freitagvormittags statt. Suchen Sie sich Ihren passendenTermin aus.

Lehrprojekte: Lehre strukturiert weiterentwickeln und präsentieren

Lehrende überarbeiten oft ihre Lehrveranstaltungen: Leistungsüberprüfungen werden adaptiert, ein Lehrbuch wird erstellt, neue Moodle-Tools werden integriert, Gäste werden einbezogen. Manchmal wird eine gesamte Lehrveranstaltung neu konzipiert, oft auch nach Ausarbeitung eines neuen Curriculums.

Werden Erkenntnisse aus solchen Lehrprojekten veröffentlicht,

  • trägt die schriftliche Reflexion des Prozesses zur hochschuldidaktischen Professionalisierung der Lehrenden bei,

  • bietet das Inspiration und Anregung für andere Lehrende,

  • macht das die vielfältigen lehrbezogenen Aufgaben von Lehrenden sichtbar und

  • wird verdeutlicht, dass qualitätsvolle Lehre kontinuierlicher Weiterentwicklung anhand von studentischem Feedback, Reflexion und hochschuldidaktischem Input bedarf.
     

Beispiele gefällig?

Detailliertere, praxisnahe Darstellungen von Lehrenden der Uni Graz und dem gesamten deutschsprachigen Hochschulraum sind im Neuen Handbuch Hochschullehre nachzulesen.

Lerntage Juni 2026: Unterstützung für Studierende bei kritischen Prüfungen

Bei den Lerntagen im Juni 2026 stehen Studierenden erneut zusätzliche Lernplätze in der Aula sowie betreute Lernräume zur Verfügung. Für besonders herausfordernde Prüfungen können Studienrichtungen einen betreuten Lernraum anbieten, in dem eine qualifizierte Person Studierende bei fachlichen Fragen unterstützt und letzte Unklarheiten vor dem Prüfungstermin klärt. Wir laden Lehrende herzlich ein, sich mit einem betreuten Lernraum an den Lerntagen zu beteiligen. Die möglichen Termine werden demnächst ausgeschickt. Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Teresa Molinaro von 4students (DW 1152).

AI in Teaching and Learning: Webinaraufzeichnungen verfügbar

Wie nutzen Lehrende die AI ganz konkret in ihren Lehrveranstaltungen? Diese Frage stand im Zentrum der Webinarreihe „AI in Teaching and Learning: International Perspectives and Best Practices“ der Arqus University Alliance. Lehrende aller Partneruniversitäten und aus den unterschiedlichsten Fachbereichen gaben Einblicke in ihre Lehrpraxis und teilten Ideen zur didaktisch sinnvollen Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Die Aufzeichnungen der Kurzinputs stehen zum Nachsehen auf YouTube zur Verfügung.

Digitale Lehrkompetenz zertifiziert weiterentwickeln: Vier Freiplätze

Digitale Lehrkompetenz ist längst keine Zusatzqualifikation mehr, sie ist ein zentraler Bestandteil professioneller Hochschullehre. Die Universität Graz fördert im Studienjahr 2026/27 daher wieder vier Lehrende mit einem Freiplatz (Wert: je 900 €) im hochschuldidaktischen Fortbildungsprogramm eDidactics. In neun flexibel wählbaren Blended-Learning-Modulen bauen Teilnehmende Kompetenzen im Bereich digitaler Lehr- und Lerntechnologien auf, vereinbar mit der Dienstverpflichtung, abgeschlossen mit einem Zertifikat, das auch an anderen steirischen Hochschulen anerkannt wird. Interessierte Lehrende bewerben sich mit einem kurzen Motivationsschreiben per Mail an Michael Kopp (ZDLL). Bewerbungsschluss ist der 3. Juli 2026. Weitere Informationen zur Bewerbung und zum Programm finden Sie hier.

OER-Tipp des Monats: Kombinieren von freien Bildungsmaterialien

Bei der Erstellung freier Bildungsmaterialien werden meist unterschiedliche CC-Lizenzen genutzt. Eine häufige Frage ist dabei, welche Lizenzen miteinander kompatibel sind und vermischt werden können: Darf ich etwa ein Bild von Wikimedia mit der Lizenz CC BY-SA (share alike) in mein Lernmaterial einbauen, wenn ich dieses später unter der Lizenz CC BY-NC (non-commercial) veröffentlichen möchte? 

Um Lehrende bei diesen Lizenzfragen zu unterstützen, gibt es zahlreiche Anleitungen und Infografiken. Das wahrscheinlich unterhaltsamste Tool zur Feststellung von Lizenzkompatibilität ist der CC-Mixer, den wir in diesem OER-Tipp vorstellen. Er folgt einem sehr einfachen Prinzip: Sie wählen die Lizenzen aus, die Sie vermischen möchten, und der Mixer zeigt Ihnen mit einem Klick auf den Button „Will it blend?“, ob das möglich ist. Viel Spaß beim Ausprobieren! Mehr Details zur Lizenzkombination finden Sie auch auf Seite 19 im OER-Leitfaden.

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