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#50: Weiterbildung in der Lehre
Montag, 26. Jänner 2026

Montagsbrief - der Newsletter für Lehrende

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Lehrende!

Das Wintersemester steht vor dem Abschluss und für viele von Ihnen bedeutet diese Zeit eine besonders hohe Arbeitsdichte: Prüfungen, Beurteilungen und organisatorischen Aufgaben erfordern viel Aufmerksamkeit und Engagement. Gerade in dieser intensiven Phase möchte ich Ihnen für Ihre kompetente und sorgfältige Begleitung der Studierenden, für faire Prüfungsverfahren und für Ihre vielen oft unsichtbaren didaktischen Entscheidungen, die gute Lehre ermöglichen, danken.
 

Das Semesterende ist immer auch ein Moment, um innezuhalten: Was hat gut funktioniert, wo ergeben sich neue Möglichkeiten, wo lohnt es sich, frische Impulse zu setzen? Mit diesem gedanklichen Fokus möchte ich Ihnen im Montagsbrief Unterstützungsangebote mitgeben.
 

Der Montagsbrief dieser Woche widmet sich den folgenden Themen:

  • Didaktischer Tipp: Prospektives KI-Statement

  • Datenschutz bei Prüfungen und Lehrveranstaltungen: Wichtige Punkte

  • UNIGRAZonline: Umstellung Bediensteten-Desktop

  • Fokus: Mathematik Didaktik 

  • Lehrportfolio und Lehrprojekt: Weiterentwicklung

  • Aktuelle Themen und Fragen der Hochschullehre: Das Zertifikat Lehre

  • Zertifikat OER-Practitioner: 2026

  • OER-Werkstatt: Lehrmaterialien rechtssicher offen gestalten

  • Hochschuldidaktische Weiterbildungsangebote im Februar und März


Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Woche und danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement in der Lehre!

Mit freundlichen Grüßen

Catherine Walter-Laager
Vizerektorin für Studium und Lehre
Studiendirektorin

Didaktischer Tipp: Prospektives KI-Statement

Im Sinne der guten wissenschaftlichen Praxis müssen Studierende bei erlaubter KI-Nutzung alle für ihre Arbeiten verwendeten generativen KI-Systeme dokumentieren. In den meisten Fällen erfolgt diese Dokumentation begleitend oder retrospektiv, etwa in Form einer Dokumentationstabelle. Alternativ dazu können Sie von Ihren Studierenden auch ein prospektives KI-Statement einfordern. Dabei planen Studierende vor Beginn des Arbeitsprozesses bewusst, ob und wie sie beabsichtigen, KI-Tools im Rahmen der LV-Vorgaben einzusetzen. Die Vorschläge der Studierenden können zunächst in der Lehrveranstaltung oder bei einem Betreuungsgespräch besprochen und dann als KI-Statement in einem Exposé o.Ä. festgehalten werden.
 

Vorteile:

  • Sie fördern den Dialog über den Einsatz von KI und klären frühzeitig Erwartungen.

  • Studierende strukturieren ihren Arbeitsprozess bewusster und nutzen KI gezielter, statt unreflektiert und womöglich unter Druck darauf zurückzugreifen.

  • Eine begleitende und retrospektive Dokumentation der KI-Nutzung wird angeregt und deutlich vereinfacht.
     

Mögliche Impulsfragen für prospektive KI-Statements (siehe auch Checkliste „Verantwortungsvoller Einsatz von genKI beim wissenschaftlichen Schreiben“):

  • Wie planen Sie, generative KI in Ihrer Arbeit im Rahmen der Vorgaben zu nutzen (z.B. sprachliche Überarbeitung, Zeitplan erstellen, […])?

  • Was sind die Vor- und Nachteile der von Ihnen anvisierten Nutzungen?

  • Wie planen Sie Ihre KI-Nutzung zu dokumentieren?

Datenschutz bei Prüfungen und Lehrveranstaltungen: Wichtige Punkte

Datenschutz ist ein zentrales Thema, das alle Bereiche der Universität betrifft – einschließlich Prüfungen und Lehre. Die wichtigsten Punkte haben wir für Sie komprimiert zusammengefasst:
 

  • Aufbewahrung von Prüfungs- und Lehrveranstaltungsunterlagen

Prüfungsbögen, Protokolle, Beurteilungsunterlagen oder Teilnehmer:innenlisten dürfen nicht offen und unbeaufsichtigt in Hörsälen und anderen Räumlichkeiten liegen bleiben. Beurteilungsunterlagen (insbesondere Gutachten, Korrekturen schriftlicher Prüfungen und Prüfungsarbeiten) sind mindestens sechs Monate aufzubewahren, wobei empfohlen wird, diese für ein Jahr zu verwahren. Danach können sie vernichtet werden.
 

  • Einsichtnahme in Prüfungsunterlagen

Bei der Einsichtnahme in die Beurteilungsunterlagen und die Prüfungsprotokolle ist darauf zu achten, dass die Studierenden nur Einsicht in ihre eigenen Unterlagen erhalten. Vom Recht auf Vervielfältigung und einer Einsichtnahme mit Mitteln der elektronischen Kommunikation ausgenommen sind Multiple-Choice-Fragen sowie Fragen von strukturierten mündlichen Prüfungen inklusive der jeweiligen Antwortmöglichkeiten.
 

  • Bekanntgabe von Beurteilungen

Prüfungsergebnisse dürfen nicht ausgehängt oder auf Lernplattformen wie Moodle veröffentlicht werden, auch wenn diese nur Matrikelnummern und Noten enthalten.
 

  • Korrespondenz mit Studierenden

Sensible Informationen, wie Noten oder Beurteilungen, dürfen ausschließlich über die offizielle Studierenden-E-Mail-Adresse (vorname.nachname@edu.uni-graz.at) kommuniziert werden.

UNIGRAZonline: Umstellung Bediensteten-Desktop

Aufgrund eines notwendigen Technologiewechsels wird die Ansicht in UNIGRAZonline auf die neue 3.0-Ansicht umgestellt, ab Februar 2026 hat UNIGRAZonline somit ein neues Design am Startbildschirm. Auf UNITUBE gibt es dazu ein Schulungsvideo, im Intranet eine Anleitung und Termine für Schulungen.

Fokus: Mathematik Didaktik

Basierend auf Erhebungen und Erkenntnissen aus den bisherigen Aktivitäten im LV-Projekt „Stärkung der Lehre durch Mathematikdidaktik“ wurden weitere Angebote konzipiert. Ab Februar sind die Lehrenden von Mathematiklehrveranstaltungen über alle Fachbereiche hinweg zu folgenden Weiterbildungen herzlich eingeladen:
 

Lehrportfolio und Lehrprojekt: Weiterentwicklung

Lehrportfolio und Lehrprojekt stellen zwei Instrumente dar, um Hochschullehre zu ergründen, weiterzuentwickeln und zu verändern sowie eigene Standpunkte, Praktiken und Werte zu benennen und zu reflektieren. Als Lehrende:r werden Sie bei beidem vom Zentrum für Lehrkompetenz unterstützt – in Form von Workshops, Schreibwerkstätten (in Kooperation mit dem Schreibzentrum), Beratung und Feedback. Nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf oder melden Sie sich zu einer Lehrportfolio-Veranstaltung an:

  • Introduction to the Teaching Portfolio (Freitag, 6. Februar, 09:00-12:00 Uhr)

  • Schreibwerkstatt “Lehrportfolio-Schreiben in den Semesterferien“ (Donnerstag, 26. Februar, 09:00-12:00 Uhr)

  • Lehrportfolio – Einführung und Schreibstart (Montag, 30. März, 09:00-12:00 Uhr)

  • Schreibwerkstatt „Lehrportfolio-Schreiben in den Osterferien“ (Donnerstag, 9. April, 09:00-12:00 Uhr)

  • Schreibwerkstatt „Lehrportfolio-Schreiben im Sommer“ (Dienstag, 14. Juli, 09:00-12:00

Aktuelle Themen und Fragen der Hochschullehre: Das Zertifikat Lehre

Sie möchten eine fundierte, forschungsbasierte, didaktische Ausbildung erhalten und sich mit aktuellen Themen und Fragen der Hochschullehre beschäftigen? Das kostenlose, drei Semester lange Zertifikatsprogramm bietet Ihnen die Gelegenheit, sich hochschuldidaktische Grundlagen zu erarbeiten und Ihre Fähigkeiten in der Hochschuldidaktik nach eigenen Interessen und Schwerpunkten zu erweitern. Das Programm startet am 26. Februar, die Anmeldung dazu ist noch bis 1. Februar möglich. Informationen zu den Inhalten und Terminen finden Sie auf der Website Zertifikat Lehre.

Zertifikat OER-Practitioner: Angebot für 2026

Zum Umgang mit Open Educational Resources (OER) bietet das Zentrum für digitales Lehren und Lernen eine akkreditierte modulare OER-Weiterbildung an, die mit dem Zertifikat zum:zur OER Praktiker:in (OER-Practitioner) des Forum neue Medien in der Lehre Austria abschließt. Nach der Absolvierung des Moodle-Selbstlernkurses und des Basismoduls (vier Webinare) können Sie im Aufbaumodul Ihre eigenen OERs veröffentlichen und das Zertifikat erhalten. Der OER-Selbstlernkurs steht Ihnen zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung. Die Webinare und das Aufbaumodul werden jährlich angeboten. Informationen zu den aktuellen Terminen finden Sie auf der OER-Weiterbildungs-Website.

Hochschuldidaktische Weiterbildungsangebote: Angebote für Februar und März

Nutzen Sie die lehrveranstaltungsfreie Zeit im Februar, um Ihre Lehre mit frischen Ideen und gezielten Impulsen für das kommende Sommersemester zu bereichern. Die hochschuldidaktischen Weiterbildungswochen im Februar liefern Ihnen dazu kompakte Formate, die sich gut in die Semesterpause integrieren lassen und Raum für Reflexion, Austausch und konkrete Umsetzung bieten. Ab dem 2. Februar stehen Ihnen vielfältige Workshops und Webinare zur Auswahl, unter anderem zu folgenden Themen:

  • Hochschuldidaktische Grundlagen

  • Studierendenaktivierung mit Particify

  • Didaktisch motiviertes Arbeiten mit Moodle

  • Generative Künstliche Intelligenz in der Hochschullehre

  • Erstellung und Nutzung freier Bildungsressourcen (OER)


Sie sind auf der Suche nach Werkzeugen, um Ihre Beurteilungskriterien und Feedbackpraktiken (KI-gestützt) zu überarbeiten, in Vorlesungen effizienter und effektiver vorzugehen, Ihre Stimme gesund zu stärken oder Ihre Seminare aktivierend und abwechslungsreich zu gestalten? Dies und mehr finden Sie im Weiterbildungskatalog des Zentrums für Lehrkompetenz in den kommenden Wochen:

  • Beurteilungskriterien, Feedbackraster & KI (zweiteilig am Mittwoch, 4. Februar und Mittwoch, 25. Februar, jeweils 09:00-13:00 Uhr)

  • Stimme und Sprechtechnik für die Lehre (Dienstag, 10. Februar, 09:00-13:00 Uhr)
     
  • Vorlesungsmethodik (Donnerstag, 5. März, 09:00-13:00 Uhr)
     
  • Methodenkoffer – Abwechslungsreiche und studierendenaktivierende Seminareinheiten gestalten (Freitag, 13. März, 09:00-13:00 Uhr)
     

Alle Termine finden Sie im Veranstaltungskalender der Lehre-Website. Sichern Sie sich schnell einen Platz und melden Sie sich rechtzeitig an!

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