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#466: Uni-Budget und Großdemo / University budget and demonstration
Montag, 19. Oktober 2026

uni.news - der Newsletter für Mitarbeiter:innen

Unibudget: Zu wenig für die Zukunft. Große Unsicherheit bleibt

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die Bundesregierungsspitze hat sich am Samstag auf ein Universitätsbudget von rund 16 Milliarden Euro für die Jahre 2028 bis 2030 geeinigt. Damit bleibt die Finanzierung deutlich unter dem Bedarf, den die österreichischen Universitäten mit mindestens 18 Milliarden Euro beziffert haben. Zudem ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, welche Kosten aus diesem Budget zu finanzieren sein werden. 

Die angekündigte Summe von 16 Milliarden Euro für alle österreichischen Universitäten reicht nicht aus, um die inflationsbedingten Kostensteigerungen abzufangen. Österreichweit drohen daher weitere Einsparungen und ein erheblicher Personalabbau. Österreichweit sind rund 10 Prozent der Stellen, also rund 6800 Stellen in Gefahr. Auch die Leistungsfähigkeit von Forschung und Lehre wird wohl darunter leiden. Für die Universität Graz bedeutet das weiterhin enorme finanzielle Herausforderungen.

Uns ist bewusst, dass der Staat und auch die Universitäten sparen müssen. Deshalb setzt die Universität Graz bereits Maßnahmen. Seit Mai gilt ein Personalaufnahmestopp in den zentralen Verwaltungsbereichen, weitere Einsparungspotenziale werden aktuell geprüft und vorbereitet. Das von der Regierung präsentierte Budget droht unsere wissenschaftliche Leistungsfähigkeit langfristig zu schwächen und geht zulasten von Studierenden sowie insbesondere von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern. Das wollen wir mit aller Kraft verhindern.

Wir werden uns als Universität Graz im Verbund der Universitätenkonferenz uniko daher weiterhin mit Nachdruck für eine ausreichende Finanzierung einsetzen und über die weitere Entwicklung informieren.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung in dieser herausfordernden Situation.

Peter Riedler

Rektor 

 

Dear colleagues,

On Saturday, the federal government’s leadership agreed on a university budget of around 16 billion euros for the years 2028 to 2030. This means that the funding falls significantly short of the requirements, which Austrian universities have put at at least 18 billion euros. Furthermore, it has not yet been definitively clarified which costs are to be covered by this budget.

The announced sum of 16 billion euros for all Austrian universities is not sufficient to offset inflation-driven cost increases. Across Austria, there is therefore a risk of further cutbacks and significant staff reductions. Nationwide, around 10 per cent of posts – that is, around 6,800 posts – are at risk. The quality of research and teaching is also likely to suffer as a result. For the University of Graz, this continues to pose enormous financial challenges.

We are aware that both the state and the universities need to make savings. The University of Graz is therefore already implementing measures. A recruitment freeze has been in place in the central administrative departments since May, and further potential savings are currently being examined and prepared. The budget presented by the government threatens to weaken our academic performance in the long term and will be at the expense of students and, in particular, early-career researchers. We are determined to prevent this at all costs.

As the University of Graz, within the framework of the Austrian University Conference (uniko), we will therefore continue to campaign vigorously for adequate funding and keep you informed of further developments.

Thank you for your support in this challenging situation.

Peter Riedler

Rector

#UnisRetten: Aufruf zur Kundgebung am 22. Oktober in Wien

#UnisRetten: Aufruf zur Kundgebung am 22. Oktober in Wien

Die Folgen der Budgetkürzung treffen uns alle. Studierende müssen mit einem eingeschränkten Lehrangebot und schlechteren Betreuungsverhältnissen rechnen. Für Forschende, insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs, stehen Arbeitsplätze und Zukunftsaussichten auf dem Spiel. Auch die Innovationskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sind gefährdet.

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) und uniko rufen deshalb zur Großdemonstration am Donnerstag, 22. Oktober 2026 in Wien auf. Gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Beschäftigten der Universitäten soll ein klares Zeichen gegen die Unterfinanzierung gesetzt werden.

Ich lade Sie ein, dem Aufruf zu folgen und ein weiteres starkes Zeichen eine ausreichende Finanzierung. Bildung, Wissenschaft und Forschung mit dieser Kundgebung zu setzen.  

Termin: Donnerstag, 22. Oktober 2026, 15 Uhr in Wien

Treffpunkt TU Wien, Karlsplatz 

Beteiligen Sie sich an der Kundgebung und unterstützen Sie die Forderung nach einer fairen und nachhaltigen Finanzierung der österreichischen Universitäten! Gemeinsam mit unserer ÖH organisieren wir einen Bus für Bedienstete und Studierende. Informationen zu Ablauf und Teilnahme finden Sie unter https://www.uni-graz.at/de/unis-retten/ 

 

#UnisRetten: Call for a rally on 22 October in Vienna

The consequences of the budget cuts affect us all. Students must expect a reduced range of courses and poorer student-tutor ratios. For researchers, particularly early-career academics, jobs and future prospects are at stake. Austria’s capacity for innovation and international competitiveness are also at risk.

The Austrian National Union of Students (ÖH) and uniko are therefore calling for a large-scale demonstration on Thursday, 22 October 2026 in Vienna. Together with students, lecturers, researchers and university staff, we aim to send a clear message against underfunding.

I invite you to heed this call and, through this rally, send another strong message in support of adequate funding for education, science and research.

Date: Thursday, 22 October 2026, 3.00 pm in Vienna

Meeting point: TU Wien, Karlsplatz

Join the rally and support the call for fair and sustainable funding for Austrian universities! Together with our ÖH, we are organising a coach for staff and students. Information on the programme and how to take part can be found at https://www.uni-graz.at/de/unis-retten/

 

Brückenbauer in eine neue Universitätsära

Mit einem Symposium wurde Altrektor Alfred Gutschelhofer am 9. Oktober in den Ruhestand verabschiedet. Rektor Peter Riedler würdigte Gutschelhofer als Wegbereiter einer neuen Epoche der Universität Graz. Zu seinen wichtigsten Verdiensten zählen die Neugestaltung von Führungs- und Organisationsstrukturen, die Umsetzung des Bologna-Prozesses, die Gründung neuer Fakultäten sowie die Stärkung der Internationalisierung von Studium und Lehre. 

Nachhaltige Impulse setzte er auch durch standortübergreifende Kooperationen wie NAWI Graz, aus der später das Graz Center of Physics hervorging, sowie durch die Gründung der UNI for LIFE Weiterbildungs GmbH. Die Ausgliederung der Medizinischen Fakultät zur eigenständigen Medizinischen Universität Graz fiel ebenfalls in seine Amtszeit.

Im Rahmen des Symposiums sprach der Präsident des Österreichischen Fiskalrates, Christoph Badelt, über die aktuellen Herausforderungen für Universitäten. Im Mittelpunkt standen Fragen der Finanzierung, des zunehmenden Wettbewerbs um Ressourcen und Talente sowie die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen. >> mehr erfahren
 

A symposium was held on 9 October to mark the retirement of former Rector Alfred Gutschelhofer. Rector Peter Riedler paid tribute to Gutschelhofer as a pioneer of a new era at the University of Graz. His most significant achievements include the reorganisation of management and organisational structures, the implementation of the Bologna Process, the establishment of new faculties, and the strengthening of internationalisation in study programmes and teaching.

He also provided lasting impetus through cross-campus collaborations such as NAWI Graz, which later became the Graz Centre of Physics, and through the establishment of UNI for LIFE Weiterbildungs GmbH. The spin-off of the Faculty of Medicine to form the independent Medical University of Graz also took place during his tenure.

During the symposium, the President of the Austrian Fiscal Council, Christoph Badelt, spoke about the current challenges facing universities. The focus was on issues of funding, the increasing competition for resources and talent, and the social responsibility of higher education institutions. >> learn more
 

Für Wind und Wetter

Hoch hinaus zieht es die Physiker:innen an der Universität Graz – mit der vergrößerten Messplattform am Dach des Chemie-Gebäudes Heinrichstraße 28. Auf 300 Quadratmeter erweiterte die Bundesimmobiliengesellschaft ein Plateau, auf dem das Institut für Physik Sonnenscheindauer, Windstärke, Sichtweite und andere Wetterwerte misst. >> mehr erfahren
 

The physicists at the University of Graz are aiming high – with the expanded measurement platform on the roof of the Chemistry Building at Heinrichstraße 28. The Federal Real Estate Company has extended a platform to 300 square metres, on which the Institute of Physics measures sunshine duration, wind speed, visibility and other weather data. >> learn more

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